Chronik eines Aussterbens

| ein Mysterienspiel in der Natur |

Wir leben in einer Zeit, in der die Sehnsucht nach Wahrem, Unverfälschtem und Naturbelassenem wächst – nachvollziehbares, hautnahes Erleben – nicht nur mit dem Verstand. Das Körperliche, das Unbewusste, Unkontrollierbare und Ursprüngliche als Wiederentdeckung, als Remake spielt eine wichtige Rolle.
Diese Arbeit setzt genau hier an. Wir feiern ein Fest für die Sinne. Wir laden alle Sinne ein, ein eigenes, ganz persönliches Kunstwerk wahrzunehmen.

Als Abschluss des ersten Arbeitsabschnitts zeigen wir in einer Art öffentlicher Werkschau- und Werkstattwoche im Kult-X in Kreuzlingen (Samstag 19. Juni bis Freitag 25. Juni 2021) Zwischenergebnisse und Relikte aus dem Prozess.
Zwei öffentliche Performance-Anlässe (Donnerstag, 24. Juni und Freitag, 25. Juni 2021) sind geplant. Genauere Infos folgen.

Mit dabei sind: Micha Stuhlmann – Konzept und Performance | Beat Keller – Feedbacker und Akustikgitarre | Sandra Weiss – Fagott und Sax | Till Jakob Schneider – Video | Jean Grädel – Blick von Aussen | Jacques Erlanger – Produktionsleitung

ein Kurzfilm (April 2020) zum PerformanceMusikProjekt Chronik eines Aussterbens. Performance und Idee: Micha Stuhlmann Musik: Cao-Keller-Siedl. Kamera und Schnitt: Martin Bibel

Ab Ende Jahr starten wir mit der Arbeit. Unser PerformanceMusikProjekt wurde von KosmosMusikThurgau in einem Wettbewerb ausgewählt und prämiert.

Die Performance dreht sich inhaltlich um den Versuch, die inneren Auseinandersetzungen eines Menschen, der zu sterben beschliesst, fiktional bis zu seinem Ende miterleben zu lassen – ein «universelles» Menschenleben zwischen Geburt und Tod wird in Fragmenten aufgefächert.
Als Freilichtspiel mit performativem Charakter, lehnt es sich in seiner Grundstruktur an das antike Theater mit Chor und Tanz an, soll eine kultische Ausstrahlung andeuten und in der Natur uraufgeführt werden. Fünf Aufführungen sind im Schreckenmoos, nahe Kreuzlingen, geplant.

Beat Keller und Sandra Weiss (Feedbacker elektrische Gitarre, Fagott und Sax ) unterstreichen den archaisch, atmosphärischen Charakter. Die Elektroakustik erweitert das Klangspektrum und lässt die Texturen der Natur, wie auch innerkörperliche Prozesse hörbar werden.

Till Jakob Schneider integriert die „analogen“ Performance-Medien (Tanz, Text, Stimme und Klang) in seine live Videoarbeit. Zugleich dokumentiert er den Entwicklungsprozess der künstlerischen Arbeit.

Das Musiktheater-Projekt ist interdisziplinär und prozessorientiert. Wir wenden uns vernetzend an SängerInnen und PerformerInnen, die ihrerseits Interesse an interdisziplinären und performativen Erarbeitungs- und Aufführungsstrategien haben.