Chronik eines Aussterbens

| ein Mysterienspiel in der Natur |

Wir leben in einer Zeit, in der die Sehnsucht nach Wahrem, Unverfälschtem und Naturbelassenem wächst – nachvollziehbares, hautnahes Erleben – nicht nur mit dem Verstand. Das Körperliche, das Unbewusste, Unkontrollierbare und Ursprüngliche als Wiederentdeckung, als Remake spielt eine wichtige Rolle.
Diese Arbeit setzt genau hier an. Wir feiern ein Fest für die Sinne. Wir laden alle Sinne ein, ein eigenes, ganz persönliches Kunstwerk wahrzunehmen.

ein Kurzfilm zum PerformanceMusikProjekt Chronik eines Aussterbens. Performance und Idee: Micha Stuhlmann Musik: Cao-Keller-Siedl. Kamera und Schnitt: Martin Biebel

Ab Ende Jahr starten wir mit der Arbeit. Unser PerformanceMusikProjekt wurde von KosmosMusikThurgau in einem Wettbewerb ausgewählt und prämiert.

Die Performance dreht sich inhaltlich um den Versuch, die inneren Auseinandersetzungen eines Menschen, der zu sterben beschliesst, fiktional bis zu seinem Ende miterleben zu lassen – ein «universelles» Menschenleben zwischen Geburt und Tod wird in Fragmenten aufgefächert.
Als Freilichtspiel mit performativem Charakter, lehnt es sich in seiner Grundstruktur an das antike Theater mit Chor und Tanz an, soll eine kultische Ausstrahlung andeuten und in der Natur uraufgeführt werden. Fünf Aufführungen sind im Schreckenmoos, nahe Kreuzlingen, geplant.

Die Instrumentierung des Trios (Präparierte Zither, Feedbacker elektrische Gitarre, Klarinette und Elektronik) unterstreicht den archaisch, atmosphärischen Charakter des Musiktheaters. Die Elektroakustik erweitert das Klangspektrum der ursprünglich akustischen Instrumente und lässt die Texturen der Natur, wie auch innerkörperliche Prozesse hörbar werden.

Das Musiktheater-Projekt ist interdisziplinär und prozessorientiert. Wir wenden uns vernetzend an SängerInnen und PerformerInnen, die ihrerseits Interesse an interdisziplinären und performativen Erarbeitungs- und Aufführungsstrategien haben.

Der gesamte Entwicklungsprozess wird filmisch begleitet und dokumentiert, um den künstlerischen Prozess zugänglich und sichtbar zu machen.