eine Musik- und Tanzperformance im öffentlichen Raum
Warten gehört zu unserem Leben. Wir warten auf Ankunft und Aufbruch, auf Veränderung, Gewissheit, Begegnung – manchmal auch einfach darauf, dass etwas geschieht.
Mit WORAUF WARTEN WIR? entwickeln Micha Stuhlmann, Christoph Luchsinger, Jana Dünner und Thomas Kessler eine zeitgenössische Tanz- und Musikperformance, inspiriert vom atmosphärischen und gedanklichen Resonanzraum von Samuel Becketts Warten auf Godot.
Die Performance sucht ihre Bühne dort, wo Menschen ohnehin warten: an Bahnhöfen und Bushaltestellen, in Wartezimmern, Foyers, Museen, Alterszentren und anderen Alltagsräumen. Tanz, Musik, Stimme und absurde Handlungen treffen auf reale Situationen, zufällige Begegnungen und Menschen, die vielleicht gar nicht damit gerechnet haben, Publikum zu werden.
Worauf warten wir noch?

Foto@Benjamin Arntzen
Versuch über das Warten_Laboranordnung
https://www.thurgaukultur.ch/magazin/der-weg-ist-die-kunst-6421
https://thurgaukultur.ch/magazin/im-versuchslabor-der-unerbittlichen-6424
https://www.saiten.ch/die-absurditaet-des-wartens
Fotos@Torben Nuding_Konstanz

EIN VERSUCH ÜBER DAS WARTEN
Ist Warten Zeitverschwendung, Lebenskunst oder Zumutung?
Für eine Versuchsanordnung in unserem Labor auf Zeit suchen wir Freiwillige, Probanden, Laborratten und Versuchskaninchen, die sich dem Phänomen des Wartens aussetzen und hingeben.
Die Studie dient uns zu künstlerischen und wissenschaftlichen Zwecken. Alle Daten und Erfahrungswerte werden anonymisiert und vertraulich behandelt, um später in ein neues Performance-Projekt eingebunden zu werden.
Ablauf der Studie:
Die Teilnahme umfasst unübersichtliche Beobachtungsaufgaben, multiplexe Experimente, verzwickte Fragebögen, Instant-Tests und Impuls-Aktionen. Es sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.
Zeitaufwand: 1 Std mit Ausklang an der Bar.
Ist Warten
ein Ausharren oder Verweilen oder Innehalten oder Pausieren oder Beobachten oder Dasein oder Besinnen oder Staunen oder Träumen oder Ruhen oder Meditieren oder Schlafen oder Reifen in der Zeit
hin zum Verwesen –
zum eigentlichen und wirklichen Verwesen –
hin zum einzigen Auftrag, den wir in uns tragen.
Verwese dich!

Foto@Simon Diefenbach
«In der Sphäre des Wartens stehen alle an der Schwelle
– doch niemand weiss, ob hinein oder hinaus.»
Peter Sloterdijk

Foto@Simon Diefenbach































