Produktionen im Laboratorium für Artenschutz

🌀 Das LABORATORIUM FÜR ARTENSCHUTZ forscht weiter 🌀
Für das inklusives Performance-Projekt in Kreuzlingen

suchen wir Menschen,
die mit ihrem Körper forschen, spielen, fühlen, sich zeigen wollen –
unabhängig von Alter, Aussehen, Bewegungserfahrung oder Beeinträchtigung.
👣💥💬

In unserem neuen Projekt SELBST | BESTIMMT | BERÜHRT
befragen wir Berührung, Grenzen, Nähe, Resonanz –
und wie wir über den Körper in Kontakt treten mit uns, mit anderen, mit dem Raum.

📅 Start: 14. August 2025 | 18:00h – 20:00h (Schnuppern, Ausprobieren)
📍 Ort: Kreuzlingen, Schulzentrum Pestalozzi (Pestalozzistrasse 16, nähe Hafenbahnhof)

🌱 Keine Vorkenntnisse nötig – Neugier reicht.

💸 Kosten: Selbstbestimmte Bezahlung.
Mindesteinsatz: 50€/CHF pro Monat – mehr nach Möglichkeit und eigenem Ermessen.

✨ Interesse? Schreib uns eine Nachricht auf Insta oder Mail an micha.stuhlmann@gmx.ch oder anrufen: 0041 77 4382303
#resonanzkörper #inklusivesensemble #performanceprojekt #körperpolitik #berührung #selbstermächtigung

 

 

Als künstlerische Leiterin und Gründerin des Vereins Laboratorium für Artenschutz biete ich Menschen, die unserem Grundgedanken nahestehen und die der inklusiven Humanität ins Alltagsleben verhelfen wollen, Gehör. Zugleich brauchen wir Verbündete, Mitwisser*innen und Aktivist*innen.

Der Name des Vereins klingt zunächst etwas seltsam. Als soziokulturelles Kunst-Projekt angelegt, deutet der Name auf die Verwandtschaft zur Biodiversität hin. Die Notwendigkeit der biologischen Vielfalt ist inzwischen unangefochtene Tatsache – dass wir eine lebendige Vielfalt der menschlichen Spezies für unser aller Überleben brauchen, steht noch unter Beweisführung.  Ähnlich wie in der Biologie kann die Bedeutung manch «Unnützem» erst mit seinem Aussterben in all seinen Konsequenzen erfassen werden.

Als Kunstschaffende ist es mir ein Anliegen Stolperstellen zu legen – weniger um damit zu provozieren, als vielmehr um ein Innehalten und Aufmerken zu bewirken.
2018 übergab mir der Kanton Thurgau einen Förderpreis für das Kunst-Projekt Laboratorium für Artenschutz, das seinen Anfang 2011 hatte.
2019 gründete sich der Verein zum Projekt, dessen Zentrum das inklusive, zehnköpfige Ensemble darstellt. Dieses Ensemble forscht, gemeinsam mit mir, an grundsätzlichen Fragen des Menschseins, um sich der inklusiven Humanität anzunähern und ins eigenen Leben zu übertragen.

Es gibt inzwischen viele innovative Bildungs- und Kunst-Projekte. Trotzdem wird der Begriff „Inklusion“ oft nur im Kontext von Menschen mit einem diagnostizierten Bedarf verwendet.  Das Laboratorium für Artenschutz vertritt einen Inklusionsbegriff, der alle Menschen einschließt. Die Vielfältigkeit der Lebenserfahrungen, Lebensentwürfen, des Denkens und Handelns eröffnet neue Potentiale und nutzt vorhandene Ressourcen, um gemeinsam über den eigenen Tellerrand zu staunen.

Im Bereich der immateriellen Kultur angesiedelt, nutzen wir Methoden der Körper-, Theater- und Tanzarbeit, wie auch Kreativtherapien, um die Gruppe ins gemeinsame Handeln, Fragen und Gestalten zu verlocken.  Die Zwischenergebnisse münden in öffentliche Kunstprojekte, öffentliche Proben und Diskussionen und befruchten die eigene persönliche Entwicklung.
Wir üben eine gemeinsame, verbindende Sprache, die über das Verbal- Kognitive hinausreicht. Wir haben uns den Auftrag erteilt, den Dialog zwischen den Menschen zu befruchten, zu fördern und zu unterstützen.

Das Laboratorium für Artenschutz, als Forschungslabor, ist eine Art Seismograph für gesellschaftliche Bewegungen und Themen und untersucht intensiv die Fragen der Menschenwürde, der menschlichen Kreativität und Vielfalt. Wir machen nachhaltige Grundlagenarbeit.

Diese Arbeit braucht einen Lebens- und Entwicklungsraum, damit «weder Geschlecht, soziale oder ökonomische Voraussetzungen noch besondere Lernbedürfnisse (dürfen) dazu führen, dass ein Mensch seine Potenziale nicht entwickeln kann. » Deutsche UNESCO Kommission