Micha Stuhlmann * 1962

Performerin | Tänzerin | Choreografin
lebt und arbeitet in Kreuzlingen | Thurgau
Projekte 2025
ZwischenWeltWesen (Tanzperformance, Erfahrungsraum) – Kooperation mit KulturHaus Apollo Kreuzlingen
Projekte 2024
MENSCH*SEIN (Videoinstallation) – Kooperation mit Open Place Kreuzlingen
NEXUS (Performance)
Über das allmähliche Verschwinden (Performance)
HEIM*WEH (Performance, Installation, Erfahrungsraum) Tour
Projekte 2023
HEIM*WEH (Performance, Installation, Erfahrungsraum)
Projekte 2022
Chronik eines Aussterbens oder der innere Klang (interdisziplinäres Projekt im Parkhaus – von Kosmos Musik Thurgau prämiert)
Das Alltägliche, der eigene Körper und seine Veränderung und Flüchtigkeit sind Inspirationsquellen der Performerin und Choreografin Micha Stuhlmann.
Ihre Aktionen, Objekte, Texte, Stimm- und Klanggestaltungen entstehen während Arbeitsprozessen im Experiment und in der Improvisation. Das Spiel mit der An- und Abwesenheit zelebriert die Vergänglichkeit des Augenblicks, in dessen Zentrum der Körper in seiner Nacktheit und Zerbrechlichkeit steht.
Nach der Ausbildung zur Sozialpädagogin arbeitet Micha Stuhlmann in unterschiedlichen Fachbereichen der Behindertenarbeit (1983–1990). Hier werden die Grundsteine für ihre Welt- und Menschensicht gelegt.
Zwischen 1990 und 1996 studiert sie an der Hochschule der Darstellenden Kunst und Musik in Salzburg und tanzt in verschiedenen Projektgruppen. In dieser Zeit kommen ihre zwei Kinder zur Welt.
Seit 2002 ist sie als Performerin in verschiedenen Kooperationen mit Kunstschaffenden. Sie entwickelt und setzt Kunst-Projekte solistisch, mit Ensemble oder projektbezogen mit anderen Kunstschaffenden um.
In ihren Produktionen und Projekten mischt sie verschiedene Medien und Stile, mischt Bühne und Publikumsraum, mischt Lebenserfahrung mit künstlerischen Disziplinen.
Innenansichten von Leben und Menschsein sind ihre Inhalte. «Ihr vieldeutiges Spiel und ihre Tanzsprache bewegt sich auf einem schmalen Grat von überzeugender Sinnlichkeit, zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn.»
«Beständig erinnert sie uns an die eigene Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit.»
«Ein mehrdeutiges, fesselndes Theatererlebnis, dessen Radikalität wie ein Diktat über den Artefakten schwebt, aber die Freiheit des Denkens und Formens vorbehält.»
Ende 2018 gründet sie den Verein zum Kunstprojekt Laboratorium für Artenschutz. Produktionen des Laboratoriums für Artenschutz: 2013/2014 Wo ist Klara?
2014/2015 Nur mit mir allein zum Glück | 2015/2016 Im Dunkelwasser fischen
2017/2018 Beine baumeln himmelwärts | 2020/2022 TOD.SEIN | 2022/2023 HEIM*WEH
Ihre Arbeit wurde 2013 und 2018 mit einem Förderpreis des Kantons Thurgau unterstützt.
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Im Fragebogen | von Martin Preisser | Tagblatt | 08.11.2023